Intelligente Flasche mahnt Sportler zum Trinken

Prototyp soll Möglichkeiten von “Hardware-Apps” zeigen


Foto: Cambridge Consultants

Das Technologieunternehmen Cambridge Consultants http://www.cambridgeconsultants.com hat mit “i-dration” eine intelligente Trinkflasche vorgestellt, die Sportlern bei der optimalen Flüssigkeitsaufnahme hilft. Dazu sendet sie Daten unter anderem über die bisherige Trinkmenge an das Smartphone des Users. Das System ermittelt mithilfe von weiteren Informationen etwa aus den Bewegungssensoren des Handys den Flüssigkeitsbedarf und mahnt nötigenfalls per Blinklicht zum Trinken.
Der potenzielle Markt ist nach Ansicht des Unternehmens groß. “Viele Menschen trainieren mit ihren Smartphones, um dabei Musik zu hören, mittels GPS Karten von Laufrouten zu erstellen, ihre Herzfrequenz zu überwachen und mehr”, meint Rachel Harker, Business Development Manager bei Cambridge Consultants, auf Nachfrage von pressetext. Der Konzeptprototyp soll aber auch illustrieren, wie in naher Zukunft “Hardware-Apps” unser Leben verändern werden.
Optimal Trinken
Wer beim Sport erst trinkt, wenn er sich durstig fühlt, riskiert Dehydrierung. Aber auch zu viel Wasser zu konsumieren kann die Leistung drücken, so Cambridge Consultants. Mit i-dration will es das Unternehmen Sportlern leicht machen, die richtige Balance zu finden. Dazu sind in die Flasche Sensoren verbaut, die beispielsweise die Umgebungstemperatur, die Trinkfrequenz und die konsumierte Flüssigkeitsmenge messen. Die Daten werden per Bluetooth an das Smartphone des Users übertragen, das mittels Beschleunigungsmesser und Gyroskop Informationen darüber liefert, wie intensiv sich der Nutzer bewegt.
Zusätzlich setzt das System auf Daten von einem Brustband-Herzfrequenzmonitor und vom User eingegebene Informationen wie Größe, Gewicht und Alter. Damit wird ermittelt, ob der Sportler akuten Flüssigkeitsbedarf hat. Ist das der Fall, wird diese Information an die intelligente Trinkflasche gesendet. Daraufhin blinkt auf i-dration ein blaues Licht und mahnt den Nutzer so, dass er trinken sollte. “Das Smartphone dient dabei dem Internetzugang, die Datenverarbeitung erfolgt auf einem Backend-Server”, erklärt Harker. Somit ist die zunächst als iPhone-App umgesetzte Lösung leicht auf andere Plattformen übertragbar.
Zukunftsweisend
“Die meisten Menschen sehen in einer ‘App’ etwas, das eine Aufgabe in der virtuellen Welt erfüllt, ob nun das Prüfen von Wetterdaten oder der aktuellen Sportergebnisse”, meint die Cambridge-Consultants-Mitarbeiterin. Doch das soll sich in den nächsten zwölf bis 18 Monaten ändern. Zum einen will das Unternehmen den Konzeptprototypen i-duration in den nächsten sechs bis zwölf Monaten mit Partnern Richtung Marktreife weiterentwickeln. Zum anderen sollen weitere, ähnliche Ansätze folgen.
“Die Basis für i-dration is das allgemeinere Konzept der Hardware-Apps, die Smartphone-Apps zum Leben erwecken”, sagt Harker. Dabei geht es darum, das Handy als Schaltzentrale eines verteilten Systems zu nutzen, das auf drahtlos verbundene Sensoren und Anzeigegeräte setzt. Dem Unternehmen zufolge ist dieser Ansatz gerade für Medizin und Wellness sehr interessant, aber auch für andere Einsatzgebiete wie beispielsweise im Sicherheitswesen.

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